18.2. | Sentimental Value

18.00/20.30

Der Drachenstil setzte sich in Norwegens Architektur am Ende des 19. Jahrhunderts durch. Seinen Namen verdankt er den auskragenden Dachgiebeln der mehrstöckigen Holzhäuser. Die Villa, in der die Familie Borg seit Generationen lebt, ist ein Juwel dieses Baustils.Für „Sentimental Value“ ist dieser Schauplatz so unverzichtbar, dass er eine eigene Erzählstimme erhält, die aus dem Off berichtet, wie die Räume mit ihren Bewohnern leben. Die Villa wird zu einem emotionalen Minenfeld, als Gustav Borg (Stellan Skarsgard) nach der Beerdigung seiner Frau plötzlich in das Leben seiner Töchter zurückkehrt. Nora (Renate Reinsve) hat ihm nie verziehen, dass er die Familie verließ, ihre jüngere Schwester Agnes (Inga Ibsdotter Lilleaas) ist milder gestimmt. Der Vater war einmal ein berühmter Regisseur und hat ein Drehbuch über den Selbstmord seiner Mutter mitgebracht, das er am Realschauplatz verfilmen will. Nora, eine gefeierte Bühnenschauspielerin, soll die Hauptrolle spielen. Brüsk weist sie sein Angebot zurück, das insgeheim ein väterliches Liebeswerben ist. Gustav macht sich notgedrungen auf die Suche nach einer neuen Hauptdarstellerin, gibt die Hoffnung auf Noras Teilnahme aber nicht auf. Ein Drama über konfliktbeladene Familienverhältnisse verbunden mit der Zuversicht, dass die Dinge sich schließlich doch so entwickeln, wie man es sich vorgestellt hat.

Norwegen/Dänemark/Schweden 2025, Regie und Drehbuch: Joachim Trier und Eskil Vogt, Darsteller: Stellan Skarsgard, Renate Reinsve, Inga Ibsdotter Lilleaas, ab 12, 133 min

Diese Seite verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der weiteren Verwendung stimmst du dem zu.

Datenschutzerklärung