KOKI-Filmprogramm

Das kommunale Kino Bremerhaven zeigt sein Filmprogramm immer mittwochs im Cinemotion Kino Komplex in Bremerhaven.

Die Vorstellungszeiten sind 18.00 und 20.30 Uhr,
abweichende Zeiten stehen im Filmprogramm.

Die Filme werden ohne Werbung präsentiert und beginnen direkt zu den angegebenen Vorstellungszeiten.

Kinokarten für unser KOKI Programm sind an der Kinokasse erhältlich oder online ausschließlich über die Internetseite des CineMotion.

Klicke Sie hier, um Karten über die CineMotion Website zu bestellen.

In der Regel können die Karten sieben Tage im Voraus erworben werden. Sollte ein Film noch nicht im Angebot sein, so besuchen Sie die Website bitte später noch einmal.

Alternativ können Sie auch die CineMotion Smartphone App verwenden.

Das Koki-Team wünscht allen Filmbegeisterten gute Unterhaltung.

25.3. | Hamnet

18.00/20.30

Die zweite Vorstellung um 20.30 Uhr wird in der englischsprachigen Originalversion mit deutschen Untertiteln gezeigt.

England im Jahr 1580. In dem kleinen Dorf Stratford upon Avon heiratet der Lateinlehrer und spätere Schriftsteller William Shakespeare seine geliebte Agnes (Jessie Buckley); das Ehepaar bekommt drei Kinder, zuerst Susanna und dann die Zwillinge Judith und Hamnet. Doch dann stirbt Hamnet 1596 im Alter von elf Jahren an der Pest und der Tod des Jungen droht die Familie zu zerreißen. Die Mutter taumelt durch ein Leben, das nicht wiederzuerkennen ist. Dem Vater wiederum wohnt eine gespaltene Persönlichkeit inne. Seine Trauer befindet sich im steten Widerstreit mit der fiebrigen Besessenheit eines literarischen Genies. Sein Leid verarbeitet er folgerichtig in einem Theaterstück, der Tragödie „Hamlet“. Die Schriftstellerin Maggie O’Farrell schildert diese Geschichte in ihrem 2020 erschienenen Buch „Judith und Hamnet“. Gemeinsam mit ihr hat die Regisseurin Chloé Zhao den Roman in bravouröse Filmsprache verwandelt. Zhao malt Tableaus im Stil alter niederländischer Meister, spielt virtuos mit Licht und Schatten. Nahaufnahmen vermitteln Intimität, Liebe, Zorn, Eifersucht und Traumata. Die emotionale Wucht und Intensität des Romans steigert der Film sogar noch. „Hamnet“ wendet sich mit maximaler Wirkung an Herz und Hirn gleichermaßen. Mit einem Wort: ein Meisterwerk des Kinos.

Großbritannien 2025, Regie: Chloé Zhao, Darsteller: Jessie Buckley, Paul Mescal, Emily Watson, ab 12, 125 min

1.4. | Ein Kuchen für den Präsidenten

18.00/20.30

April 1991, wenige Tage vor Saddam Husseins Geburtstag. In der Schule ist „Los-Tag“. Der Klassenlehrer verteilt Pflichten für die große Feier. Der „Hauptpreis“, der Kuchen für den Präsidenten, geht an die neunjährige Lamia (Baneen Ahmad Nayyef). Lamia lebt bei ihrer Großmutter Bibi (Waheed Thabet Khreibat). Geld haben sie kaum, es fehlt am Notwendigsten. Die Zutatenliste wird so zum Wunschzettel: Mehl, Zucker, Eier, Backpulver – im Sanktions-Irak sind das Luxuswaren. Bibi nimmt Lamia mit in die Stadt, doch die macht sich plötzlich selbständig.Mit ihrem Klassenkameraden Saeed (Sajad Mohamad Qasem), der Obst besorgen soll, beginnt sie eine Odyssee durch Souks, Hinterhöfe und Amtsstuben: Handeln, betteln, stehlen, verlieren, weitermachen. Der Regisseur Hasan Hadi, selbst im Süden des Irak aufgewachsen, erzählt in seinem Debütfilm diese Kindermission in losen Episoden – konsequent aus der Sicht seiner Hauptfiguren. Er entfaltet dabei ein Panorama aus Korruption, Knappheit, Angst und alltäglicher Erniedrigung – und doch sind auch Momente der Menschlichkeit möglich. Dem Regisseur gelingt immer wieder eine bemerkenswerte Balance aus dramatischen und komischen Tonlagen. Ein beeindruckender Erstlingsfilm und bei den letztjährigen Filmfestspielen in Cannes mehrfach ausgezeichnet.

Irak/USA 2025, Regie: Hasan Hadi, Darsteller: Baneen Ahmad Nayyef, Sajad Mohamad Qasem, Waheed Thabet Khreibat, ab 6, 105 min

8.4. | No Other Choice

18.00/20.30

Man-soo (Lee Byung-hun) hat sich so richtig nach oben gearbeitet. Als leitender Angestellter in einer Papierfabrik hat er sich die Grundlage geschaffen für das perfekte Glück mit Ehefrau Mi-ri, zwei Kindern und zwei Golden Retrievern, einem Haus mit Garten und Gewächshaus. Die Entlassung bei „Solar Paper“ nach der amerikanischen Übernahme der Firma ist dann der Schock. Nicht nur wegen des bedrohten Wohlstands, sondern auch wegen der Degradierung, denn Entlassung ist für Koreaner wie eine Hinrichtung – „Kopf ab!“. Nun sollen ja Arbeitslose bekanntlich Eigeninitiative ergreifen, um wieder in Lohn und Brot zu gelangen. Man-soo verhält sich da vorbildlich, wenn auch auf etwas, nun ja, spezielle Art und Weise. Aus der Überlegung, dass nicht die zu wenigen Jobs, sondern die zu vielen Konkurrenten das Problem sind, zieht der Familienvater mörderische Konsequenzen. Er gibt ein Inserat der erfundenen Fabrik „Moon Paper“ auf, mit der Bitte um aussagekräftige Bewerbungen, um seine ahnungslosen Opfer danach von der Bildfläche zu putzen. Die nun einsetzende Mordserie erzählt der Regisseur Park Chan-wook mit viel schwarzem Humor, der sich sowohl aus Situations- und Dialogkomik als auch aus rustikalem Slapstick speist. Dies reicht bis zu einem gezielt herbeigeführten Alkohol-Exzess mit koreanischem Trinkritual plus einer spontanen Zahnextraktion. Regisseur Park liefert mit seinem neuen Werk eine Kapitalismus-Kritik der besonderen Art. Zentral bleibt die Frage nach der Identität in der Leistungsgesellschaft: Was sind wir ohne Job? Und warum sehen wir den Feind nicht im System, sondern in unseren Mitmenschen, die demselben Druck ausgesetzt sind wie wir? Die Verfilmung von Donald Westlakes Satire „Die Axt“ aus dem Jahr 1997 geht für Südkorea in das diesjährige Oscar-Rennen.

Südkorea 2025, Regisseur: Park Chan-wook, Darsteller: Lee Byung-hun, Sun Ye-jin, Park Hee- soon, ab 16, 139 min

15.4. | Father Mother Sister Brother

18.00/20.30

Die 20.30 Uhr-Vorstellung wird in der englischsprachigen Originalversion mit deutschen Untertiteln gezeigt.

Es gibt diese Momente am Familientisch, in denen alles gesagt scheint und doch nichts ausgesprochen wird. Zwischen Eltern und ihren erwachsenen Kindern herrscht nur noch höfliche und zugleich angespannte Stille. Genau in diese Risse schaut der Regisseur Jim Jarmusch in seinem Film „Father Mother Sister Brother“. Er entdeckt dort ein Universum an Blicken, Pausen und verpassten Sätzen. In drei Episoden blickt Jarmusch auf verschiedene Familiendynamiken. Angesiedelt in New Jersey, Dublin und Paris könnten sie auch an beliebig vielen anderen Orten spielen. Ein lakonischer Film, der nicht auf einen spannenden Plot setzt, sondern auf Situations-Komik und -Tragikomik und in seinem formalen Aufbau an Jarmuschs Kultfilm „Night on Earth“ erinnert. Der mit Tom Waits, Charlotte Rampling, Cate Blanchett und anderen Schauspielgrößen äußerst prominent besetzte Episodenfilm gewann beim letztjährigen Filmfestival in Venedig den Goldenen Löwen.

USA/Frankreich/Irland 2025, Regie: Jim Jarmusch, Darsteller: Tom Waits, Adam Driver, Charlotte Rampling, Cate Blanchett, Vicky Krieps, ab 12, 110 min

22.4. | A Useful Ghost

18.00/20.30

Können Alltagsgegenstände von Geistern besessen sein? Für die Protagonisten in „A Useful Ghost“ scheint dies selbstverständlich. In einer Staubsaugerfabrik sorgen verstorbene Mitarbeiter für Unruhe. Dann erscheint auf einmal auch Nat, die verstorbene Frau von March, dem Sohn der Fabrikbesitzerin, als Geist und lebt fortan in einem der Staubsauger weiter. Der von Sehnsucht geplagte March tut alles, um mit Geister-Nat zusammenleben zu können. Der Debütfilm des thailändischen Regisseurs Ratchapoom Boonbunchachoke, der als groteske Komödie beginnt, verwandelt sich dann nach und nach in eine philosophische Betrachtung über das mögliche Wesen von Geistern. Sie können nur existieren, wenn ein noch lebender Mensch sich an die verstorbene Person erinnert – und diese Schwachstelle macht sich Nat konsequent zunutze. Sie befreit die Fabrik von den Geistern, indem sie diese Erinnerungen per Elektroschock-Einsatz auslöscht. Mit derselben Methode hilft sie auch einem Minister, der offensichtlich ein Massaker des thailändischen Militärs an prodemokratischen Demonstranten zu verantworten hat und nun von den Geistern der Opfer heimgesucht wird. Da vollführt der Film auf einmal noch eine komplette Kehrtwende und zwar ins Hoch-politische, von der skurrilen Komödie hinein in die Erinnerung an unaufgearbeitete Verbrechen.

Thailand 2025, Regie: Ratchapoom Boonbunchachoke, Darsteller: Davika Hoorne, Apasiri Nitibhon, Wisarut Himmarat, ab 16, 130 min

29.4. | Nouvelle Vague

18.00/20.30

Der legendäre französische Filmemacher Jean-Luc Godard (1930-2022) gehörte mit Francois Truffaut und Claude Chabrol zu den führenden Köpfen der Nouvelle Vague, einer Bewegung, die in den späten 1950-er und in den 1960-er Jahren das Kino revolutionierte. Der Einsatz von Handkameras, spontanen Dialogen und dokumentarisch anmutenden Drehs auf der Straße wurde zum Markenzeichen der Neuen Welle. Einem Symbol dieser Filmepoche, Godards Meisterwerk „Außer Atem“, hat sich nun der US-amerikanische Regisseur Richard Linklater angenommen. Humorvoll erzählt er die Entstehungsgeschichte dieses Films von 1959 nach, gedreht in edlem Schwarz-Weiß und im klassischen 35mm-Format. Guillaume Marbeck verkörpert Godard als Künstler, der regelrecht besoffen ist von seiner eigenen Genialität. Ohne Unterlass strapaziert der Maestro die Nerven und die Geduld seiner Umgebung. Die Hauptdarsteller, der Kameramann, der Produzent und alle anderen müssen seine täglichen Launen ertragen. Dies alles ist eingebettet in ein Pariser Künstlermilieu mit Wein und Zigaretten, in dem Eitelkeit und Ehrgeiz eine produktive Allianz eingehen. Linklaters stilvolle Hommage an die berühmte Filmbewegung ist nicht nur ein Film für Cineasten, sondern auch ein Werk fürs große Publikum.

Frankreich/USA 2025, Regie: Richard Linklater, Darsteller: Guillaume Marbeck, Zoey Deutch, Aubry Dullin, ab 12, 106 min

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