
18.00/20.30
Der legendäre französische Filmemacher Jean-Luc Godard (1930-2022) gehörte mit Francois Truffaut und Claude Chabrol zu den führenden Köpfen der Nouvelle Vague, einer Bewegung, die in den späten 1950-er und in den 1960-er Jahren das Kino revolutionierte. Der Einsatz von Handkameras, spontanen Dialogen und dokumentarisch anmutenden Drehs auf der Straße wurde zum Markenzeichen der Neuen Welle. Einem Symbol dieser Filmepoche, Godards Meisterwerk „Außer Atem“, hat sich nun der US-amerikanische Regisseur Richard Linklater angenommen. Humorvoll erzählt er die Entstehungsgeschichte dieses Films von 1959 nach, gedreht in edlem Schwarz-Weiß und im klassischen 35mm-Format. Guillaume Marbeck verkörpert Godard als Künstler, der regelrecht besoffen ist von seiner eigenen Genialität. Ohne Unterlass strapaziert der Maestro die Nerven und die Geduld seiner Umgebung. Die Hauptdarsteller, der Kameramann, der Produzent und alle anderen müssen seine täglichen Launen ertragen. Dies alles ist eingebettet in ein Pariser Künstlermilieu mit Wein und Zigaretten, in dem Eitelkeit und Ehrgeiz eine produktive Allianz eingehen. Linklaters stilvolle Hommage an die berühmte Filmbewegung ist nicht nur ein Film für Cineasten, sondern auch ein Werk fürs große Publikum.
Frankreich/USA 2025, Regie: Richard Linklater, Darsteller: Guillaume Marbeck, Zoey Deutch, Aubry Dullin, ab 12, 106 min
