15.7. | Vivaldi und ich

18.00/20.30


Die 20.30 Uhr-Vorstellung wird in der italienischen Originalfassung mit deutschen Untertiteln gezeigt.

Das Ospedale della Pieta war zu Beginn des 18. Jahrhunderts eines von vier Waisenhäusern in der Adelsrepublik Venedig und verfügte bereits über eine Babyklappe. Die Findelkinder waren Waisen unter Vorbehalt: Ihre Mütter hinterließen Kennzeichen, um sie später gegebenenfalls zurückzufordern. Die Mädchen wurden musikalisch ausgebildet und traten öffentlich auf, allerdings hinter Gittern und Masken verborgen. Zugleich war die gewinnorientierte Verwahranstalt ein Heiratsmarkt für Männer aus der höheren Gesellschaft. Dieses Schicksal droht auch der Violinistin Cecilia (Tecla Insolia), die einem Offizier versprochen ist. Da übernimmt Antonio Vivaldi (Michele Ricondino) die Musikschule. Der große Komponist erkennt augenblicklich Cecilias Begabung und Ernsthaftigkeit. Keinesfalls will er zulassen, dass ihr Talent vergeudet wird und setzt alles daran, dem Mädchen eine musikalische Zukunft außerhalb des Heims zu ermöglichen. Die Situation spitzt sich zu, als der heiratswillige Offizier heimkehrt. Nun könnte die Violine für Cecilia ein Instrument der Befreiung werden. Der Regisseur Damiano Michieletto schildert in seinem Kinodebüt ein Kapitel im Schaffen Antonio Vivaldis – in welchem dieser nicht die Hauptrolle spielt.

Italien/Frankreich 2025, Regie: Damiano Michieletto, Darsteller: Tecla Insolia, Michele Riondino, Fabrizia Sacchi, ab 12, 110 min

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