1.7. | Der verlorene Mann

18.00/20.30

Die Künstlerin Hanne (Dagmar Manzel) und der pensionierte Pfarrer Bernd (August Zirner) führen eine glückliche, jedoch etwas festgefahrene Ehe, Da steht wie aus dem Nichts Hannes früherer Ehemann Kurt (Harald Krassnitzer) vor ihrer Tür. Aufgrund seiner Demenzerkrankung kann sich dieser nicht mehr daran erinnern, dass er und Hanne bereits seit 20 Jahren geschieden sind. Ins Pflegeheim kann er nicht mehr zurück, so dass ihn Hanne und Bernd als Dauergast in ihrem Gästezimmer aufnehmen. Was als Demenzgeschichte beginnt, entwickelt sich bald zu einem außergewöhnlichen Beziehungsdrama. Trotz seiner Krankheit hat Kurt seine Persönlichkeit behalten, er ist nach wie vor ein Charakter, charmant, aufmerksam und liebesbedürftig. Das zieht Hanne emotional in ihre gemeinsame Vergangenheit zurück und das kann Bernd nicht kaltlassen. In seinem Langfilmdebüt geht der Regisseur Welf Reinhart sehr behutsam zu Werke. Die Gefühle spielt er nicht aus, vielmehr setzt er auf die Vorstellungskraft des Zuschauers. Ein sanfter kleiner Film, der vollends seinen großartigen Schauspielern vertraut und darin so gefühlvoll wie bildreich bleibt.

Deutschland 2026, Regie: Welf Reinhart, Darsteller: Dagmar Manzel, Harald Krassnitzer, August Zirner, ab 12, 106 min

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