
17.30/20.30
Beide Vorstellungen werden in der chinesischen Originalfassung mit deutschen Untertiteln gezeigt.
Die Menschen haben Unsterblichkeit erlangt, indem sie das Träumen abgeschafft haben, denn sie haben herausgefunden, dass Träume die Lebenszeit aufzehren – wie die Flamme das Wachs einer Kerze. Das ist die Ausgangslage in dem phantastischen Science-Fiction-Film des chinesischen Regisseurs Bi Gan. Nur ein paar Unbelehrbare gibt es noch in dieser visionären Welt, „Deliriants“ genannt, die einfach nicht aufhören wollen, sich ihren Träumen hinzugeben. Unbarmherzig werden sie verfolgt von der Agentin „Die Große Andere“ (Shu Qi) und als die schließlich einen von ihnen aufspürt, macht sie eine besondere Entdeckung. Der Ungehorsame (Jackson Yee) trägt einen Projektor in seinem Körper und mit dem setzt die Andere nun die Träume des Delirienten wie einen Film in Gang – eine intensive innere, allerdings auch letzte Reise. Es ist eine Reise, die, mit Prolog und Epilog, aus sechs Episoden besteht, die unterschiedliche Filmgenres und Jahrzehnte repräsentieren. Vom Stummfilm-Prolog geht es über den deutschen Expressionismus, den film noir, den Gangster- und Vampirfilm zur Hongkong-New Wave in der Silvesternacht 1999. Ein hypnotischer Trip durch fremde Welten und durch die Filmgeschichte oder wie ein österreichischer Kritiker es euphorisch ausdrückte: „ „Resurrection“ übersetzt das Filmgedächtnis der Menschheit ins Chinesische.“
China/Frankreich 2025, Regie: Bi Gan, Darsteller: Jackson Yee, Shu Qi, Mark Chao, ab 16, 160 min
